Monetative | BLOG
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Journalist Harald Schumann vor Ausschuss des EU - Parlamentes über EZB Strategien

Zwar schon etwas älter, aber unglaublich informativ: Wie die EZB einfach Politik machte in der zypriotischen Bankenkrise – was ihr überhaupt nicht zusteht – und so nebenbei dafür sorgte, daß große Gläubiger gut davon kamen. Zu sehen HIER.

Gespenstische Diskussionen ?

Der Text einer Einladung zu einem hochrangigen Treffen von Ökonomen, Bankern und Politikern erwähnt u. A. eine grössere Rolle von Schattenbanken als mögliche Entwicklung, die die europäische Bankenunion gehen könnte – hat man überhaupt nichts gelernt ? – Nachzulesen HIER.

Der Brief an den Nationalbankgouverneur

Der ausführliche Brief von Raimund Dietz an unseren Nationalbankgouverneur Prof. Novotny – mit vielen Unterstützern / Unterstützerinnen … zu lesen HIER

Impressionen und Reflexionen über das Treffen in Seitenstetten

Mit herzlichem Dank an die Veranstalter für das hochinteressante Seminar, aber auch kritischen Anmerkungen aus ökonomischer, aber auch allgemein gesellschaftspolitischer Art ….. zu lesen HIER

Wichtiges von der Deutschen Bundesbank

Im letzten Vierteljahresbericht wird endlich die Geldschöpfung der Banken aus ihrer Sicht erklärt – endlich realistisch (Geldschöpfung ganz überwiegend durch Kreditvergabe – wie wir immer gesagt haben) – wesentlicher Ausschnitt HIER. Stellungnahmen der Monetative.de HIER  und von Prof. Huber HIER.

Ein Schweizer Vermögensberater über Vollgeld ....

… und warum Ängste vor einer Vollgeldreform unbegründet sind …. weiterlesen HIER

Schreiben an den österreichischen Finanzminister Dr. Schelling (März 2017)

Wir legen einen Vorschlag vor, der die Stabilität des Finanzsystems wesentlich verbessern soll. Wir ersuchen Sie daher dringend, diesen Vorschlag wissenschaftlich untersuchen zu lassen. Außerdem bieten wir Ihnen unsere intellektuellen Ressourcen an.

Wir haben uns durch ausführliche Recherchen davon überzeugt, dass Geldschöpfung durch Geschäftsbanken die Allgemeinheit nicht nur finanziell erheblich schädigt, sondern auch ein hohes Systemrisiko darstellt.

Wir wenden uns aus sehr guten Gründen an Sie. Das Finanzministerium vertritt den Souverän, und Sie als Finanzminister könnten sehr wohl in Wahrnehmung dieser Verantwortung einen eigenen bzw. österreichischen Beitrag zu einer Geldschöpfungsreform leisten!

Zum gesamten Brief HIER.

Das Treffen des International Movement for Money Reform in Berlin im Februar 2017

Vom 17. bis 19. Februar 2017 hat ein internationales Treffen des IMMR (= International Movement for Money Reform) in Berlin im Haus der Demokratie und Menschenrechte stattgefunden. Wir – Raimund Dietz und Gottfried Höbinger – waren als Vertreter der im Aufbau befindlichen österreichischen Vollgeldbewegung Monetative Austria dabei.

Ein Gruppenbild der Teilnehmer/innen findet sich HIER,

die neue internationale Leitungsgruppe – core group – HIER.

Zum Weiterlesen HIER.

Geld eine Sache? Replik von Raimund Dietz auf Nicolas Hofer

Die Vollgeldidee stößt immer wieder auf Widerstände. Einer der Widerstände besteht im Zweifel, dass Geld eine Sache sei. Lesen Sie weiter

Norbert Häring: Ein gut gehütetes offenes Geheimnis: Washington steckt hinter Indiens brutalem Bargeld-Experiment

Hinter der überfallsartigen Abschaffung der beiden höchstwertigen Banknotenscheine in Indien steckt zu einem Gutteil die USA, wie der Journalist Norbert Häring berichtet – lesen Sie weiter

Gero Jenner, sonst ein intelligenter Privatkolumnist, verbreitet über Geldschöpfung Unsinn ....

Jenner schreibt: Die sogenannte Geldschöpfung aus dem Nichts, von manchen fälschlich als größtes Übel beschworen, ist entweder inexistent oder lässt sich durch vorhandene gesetzliche Kontrolle wirksam verhindern.

Zu dieser Schlussfolgerung kann Jenner nur kommen, da er übersieht, dass 80-90% der Geldmenge (M1) von Geschäftsbanken geschaffenes Buchgeld ist.

Wer noch nichts von der Giralgeldschöpfung durch Geschäftsbanken gehört hat, sollte sich zu Geldfragen besser nicht äußern.  Si tacuisses, philosophus mansisses! (Hättest du geschwiegen, wärest du ein Philosoph geblieben.)

Raimund Dietz 28.1.2017

(zum Text Jenners: http://www.gerojenner.com/wp/?p=1107)

Prof. Mathias Binswanger, ausgezeichneter Pädagoge, referiert zwar sehr präzise über Vollgeld, macht sich aber unberechtigte Sorgen ....

Seine erste Sorge betrifft die Frage, ob die Zentralbank die Geldmenge in richtigem Tempo, also um 2% oder um 3%  erhöhen würde.

Ich glaube, die Sorgen sind unbegründet.  Draghi schüttet pro Monat 85 Mrd. in den Euro-Raum, das sind ca. 1000 Milliarden pro Jahr, bei einer Geldmengenerhöhung, die sich in normalen Zeiten auf etwa 200 Milliarden jährlich belaufen würde.

Wenn es in einem Jahr statt 200 Mrd. 250 Mrd. sind, kann die ZB im nächsten Jahr ein bisserl weniger ausschütten. Die Geldmenge ist schon wichtig, aber eine Erhöhung um 1% Punkt mehr oder weniger, darauf kommt´s sicher nicht an. Das gibt sicher nicht gleich 1% mehr an Inflation. So genau ist der Zusammenhang von Geldmenge und nominalem Sozialprodukt nicht.

Die Frage ist eher: ob eine überschüssige Geldmenge am Ort x zum Ort y gelangt. Das ist dann die Frage funktionierender Geldmärkte, eines hinreichend hohen Vertrauens der Kunden zu den Banken, der Banken untereinander, der Anreizfunktion der Zinsen (je geringer das Vertrauen, desto höher muss der Zinsanreiz sein), usw. Wenn Geld lokal erzeugt wird, wie es heute der Fall ist, ist der Geldmarkt von geringerer Bedeutung.

Mathias Binswangers zweite Sorge betrifft die Spekulationsgeschäfte. Er fragt, ob sie in einem Vollgeldsystem nicht genauso möglich sind. Heute können Banken selbst Geld erzeugen. Das ist der ideale Treibstoff für massenweise und übertriebene Spekulation, durch welche neue, virtuelle Vermögenswerte geschaffen werden, Spekulationsgeschäfte also, welche die Asset-Preise in die Höhe treiben und die Finanzblase weiter aufblähen — mit entsprechenden Wirkungen für die Einkommensverteilung.

Wenn Geschäftsbanken auf vorhandenes Geld zurückgreifen können, werden sie höchstwahrscheinlich sehr viel vorsichtiger operieren. Mich würde eine Studie sehr interessieren, die den Zusammenhang der (zunehmenden) Geldschöpfung durch Banken und dem Wachstum der Bankbilanzen über das nominale Sozialprodukt hinaus dokumentieren würde. Sie sollte analysieren, durch welche Mechanismen es zur Hypertrophie der Finanzmärkte kam und welche Rolle die Geldschöpfung dabei spielt. Nicht die Geldmenge ist das entscheidende, sondern was mit dem bisschen Geld alles an großem Unfug verbunden ist. 

Ich danke an dieser Stelle der Filmemacherin Johanna Tschautscher, die mich auf den Artikel von Binswanger/Wüthrich  aufmerksam machte.  

 

Raimund Dietz

 

„Viele träumen von einem anderen System. Ich plädiere für einen anderen Umgang mit dem, was wir haben.“ (Letzter Satz aus dem Buch)

„I believe that banking institutions are more dangerous to our liberties than standing armies … The issuing power should be taken from the banks and restored to the people, to whom it properly belongs.“

Thomas Jefferson

„Die Phönizier haben das Geld erfunden. Warum nur so wenig?“

Johann Nestroy

„Geld ist nicht alles, aber ohne Geld ist alles nichts“.

Unbekannt

„Geld ist nichts, aber viel Geld ist etwas anderes.“

Oscar Wilde

„Bank = Einrichtung, von der Sie sich Geld leihen können – vorausgesetzt, Sie können nachweisen, dass Sie es nicht brauchen“

Mark Twain