Monetative | Vollgeldsystem: 6 Fragen – 6 Antworten
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Vollgeld: 6 Fragen – 6 Antworten

Was ist Vollgeld?

Vollgeld ist echtes Geld. Heute sind nur Münzen und Banknoten gesetzliches Zahlungsmittel. Diese machen nicht einmal 20 Prozent der umlaufenden Geldmenge aus. Mehr als 80 Prozent sind elektronisches Geld (Buchgeld), das die Banken per Knopfdruck selber schaffen, um damit ihre Geschäfte (u.a. Kredite, Immobilien, Aktien) zu finanzieren. Die meisten Leute glauben, die Guthaben auf einem Bankgiralkonto sind echtes Geld. Irrtum! Giralgeld ist bloß eine Forderung des Kunden an die Bank. Geht die Bank pleite, ist das Geld weg. Gehen viele Banken pleite, bricht der gesamte Zahlungsverkehr und damit die Wirtschaft zusammen. Mit der Vollgeld-Reform wird das elektronische Geld auf unseren Bankkonten zu gesetzlichem Geld, echtem Geld, eben Vollgeld.

Was will die Vollgeldbewegung konkret?

Echte Euros für alle! Die Vollgeld-Initiative will genau das, wovon viele denken, dass es schon so ist, nämlich: Allein die Zentralbank (EZB) stellt Geld her, auch elektronisches Geld. Im Vollgeldsystem dürfen Banken kein eigenes Geld mehr erzeugen, sondern nur noch Geld verleihen, das sie von Sparern, anderen Banken oder von der Zentralbank als Kredit erhalten.

Was sind die wesentlichen Vorteile des Vollgeldes?

  • Sichere Konten: Das Vollgeld auf Zahlungskonten ist sicher, denn es ist Geld aus der Zentralbank und Ihr Geld. Bankenpleiten können ihm nichts anhaben.
  • Der Zahlungsverkehr ist sicher.
  • Die Zentralbank kontrolliert die Geldmenge. Sie „druckt“ nur so viel als die Wirtschaft braucht.
  • Die Zentralbank schenkt das von ihr geschöpfte Geld an den Staat. Sie entlastet uns als Steuerzahler.
  • Vollgeld bremst die Spekulation und verhindert Finanzblasen. Wenn Banken spekulieren, dann müssen sie es mit ihrem oder geliehenem Geld tun. Sie können dafür kein Geld schöpfen. Man muss nicht mehr Banken retten, um den Zahlungsverkehr aufrechterhalten.
  • Das Bankengeschäft wird „langweiliger“.
  • Fazit: Das Geldsystem dient wieder den Menschen.

Vollgeld: Was machen die Banken?

Banken machen das, was sie schon immer tun sollten und früher auch getan haben: Kredite vergeben, den Zahlungsverkehr abwickeln und Vermögen verwalten. Der Unterschied im Vollgeldsystem: sie dürfen kein Giralgeld mehr herstellen. Das elektronische Geld ist damit genauso vollwertig wie heute Banknoten und Münzen. Banken dürfen nur noch mit Geld arbeiten, das ihnen selbst gehört, das ihnen von Sparern, anderen Banken oder, soweit nötig, von der Zentralbank als Kredit zufließt. Banken stehen nicht mehr unter Druck, unsinnige und unseriöse Geschäfte zu betreiben.

… und die Bankkunden?

Vollgeld trennt den Zahlungsverkehr und das Investmentgeschäft. Zahlungsmittel (Bargeld und Buchgeld) sind sicher. Allerdings gibt es auf Vollgeld keine Zinsen, für Spareinlagen schon. Bei ihnen handelt es sich um Risikogeld. Jedes Investmentgeschäft ist mit Unsicherheiten behaftet.

Wie stabil ist das System?

Viel stabiler. Viel ehrlicher. Viel transparenter. Leichter zu kontrollieren. Viel gerechter. Ordnung kehrt in das Finanzsystem ein.  

Dazu mehr im nächsten Abschnitt (FAQs: Fragen zum heutigen Geldsystem). Siehe auch Downloads.